Afrikanischer Kakao

Heute stammt unser Kakao nicht mehr aus Südamerika, sondern vorwiegend aus Afrika. Aufgrund der steigenden Nachfrage im 19.Jahrhundert bauten die Europäer den Kakao nun auch in Afrika, in ihren Kolonien, an.

Anders als in Lateinamerika wird in Afrika der Kakao auf kleineren Plantagen angepflanzt. Zwischen Bananenstauden und Tee wächst der Kakaobaum und bietet den Kleinbauern so eine weitere Einnahmequelle. Im Unterschied zu den großen Monokulturen Südamerikas ist der Kakaobaum hier nicht so sehr Schädlingen, Krankheiten und Pilzen ausgesetzt und liefert höhere Erträge. Dennoch ist die Arbeit hart. Unicef kämpft schon seit Jahren für bessere Arbeitsbedingungen und Löhne und gegen die in den Plantagen übliche Kinderarbeit. In West- und Mittelafrika geht Unicef von mehr als 200.000 Kindern aus, die auf den Kakaoplantagen arbeiten. Besonders im Blickpunkt stehen Länder wie Ghana, Kamerun, Guinea, Nigeria und die Elfenbeinküste. Die fallenden Kakaopreise auf dem Weltmarkt verschlechtern die Situation der Kakaobauern in Afrika weiter.

Die Elfenbeinküste ist heute das Hauptanbaugebiet für Kakao. Mehr als 80 Prozent der gesamten Weltproduktion an Kakao stammen heute aus Afrika, allein 50 Prozent davon aus Westafrika. Besonders edle Schokoladen verwenden aber auch Kakao aus Indonesien und Papua-Neuguinea.



Schon im 19.Jahrhundert wurden Postkarten oder Ansichtskarten versendet.

Wenn der liebe Gott uns alle schlank haben wollte,
hätte er nicht die Schokolade erfunden...