Der Eroberer Herando Cortés berichtet bereits Anfang des 16. Jahrhunderts, dass der aztekische König Montezuma große Mengen an Kakao trank. Hernan Cortés war es auch, der den Kakao nach Europa brachte. Aber es dauerte etwas, bis man den Genuss des Kakaos auch hier für sich entdeckte. Erst, als man den Kakao mit Honig und Zucker süßte, wurde er auch in Europa gerne getrunken.

Im 17. Jahrhundert eröffnete der erste Kakaoausschank in Bremen. Bremen wurde in den folgenden Jahrhunderten zu einem der Hauptumschlagplätze für Kakaobohnen. Sie waren aufgrund ihres hohen Preises aber lange Zeit lediglich Reichen vorbehalten.

Als ein gewisser Herr van Houten herausfand, dass man die Kakaobohnen pressen und zu Kakaopulver vermahlen konnte, verbreitete der Kakao sich schnell weiter und wurde preiswerter. Neue Anbaugebiete wurden gesucht und gefunden. Kakao aus Amazonien war günstiger als der aus Mexiko. Noch heute stammt ein Teil unseres Kakaos aus Amazonien, genauer gesagt aus dem Forastero.

Sowohl in Südamerika als auch in Europa galt Kakao nicht nur als Lebensmittel, sondern auch als Medizin. Lange Zeit wurden Kakao und Schokolade sogar in Apotheken als Stärkungsmittel verkauft.

Schokoladenfabriken gibt es in Deutschland aber erst seit dem 19. Jahrhundert. Halloren in Halle ist wohl die älteste von ihnen. Joseph Emile Hachez begann seine Schokoladenproduktion erst Ende des 19. Jahrhunderts in Bremen. In der Schweiz waren Cailler und Suchard, Lindt und Tobler sowie Sprüngli Anfang des 19. Jahrhunderts die ersten, die noch vor Nestlé Schokolade herstellten.

Das 1970 von Lindt erfundene Verfahren zur Herstellung besonders feiner Milchschokolade führte zu dem hervorragenden Ruf Schweizer Schokolade.

Wenn der liebe Gott uns alle schlank haben wollte,
hätte er nicht die Schokolade erfunden...

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